Ankerzahn Team

Der ParoPass®

Neutral und unbestechlich bringt der ParoPass Licht ins Dunkle der Mundhöhle! Spätestens ab einem Alter von 30 Jahren sollte ihn jeder besitzen. Denn dann sind Sie schon mit einer Wahrscheinlichkeit von ca. 50% an Parodontose (Parodontitis) erkrankt, ohne es zu bemerken.

Leider wird die Parodontitis in Deutschland in der Regel zu spät erkannt, und auch noch zu selten behandelt. Laut der 5. Mundgesundheitsstudie gibt es ca. 11,5 Millionen Menschen mit einer schweren Parodontitis in Deutschland. Behandelt werden aber nur gut eine Million, was nicht einmal jedem zehnten Patienten entspricht. Das allein ist schon Grund genug für den ParoPass.

Der ParoPass zeigt:

  1. Ob Sie Parodontitis (Parodontose) haben oder nicht
  2. Den Behandlungserfolg

Der Pass ist vor allem so wichtig, weil diese Krankheit keine Schmerzen verursacht und häufig auch kein Zahnfleischbluten – wir spüren nichts. Das ist ein gravierendes Problem, denn es handelt sich um eine ernsthafte Erkrankung. Oft geht es mit 30 Jahren los und über einen langen Zeitraum bleibt die Parodontose vollkommen unbemerkt. Auch der Zahnarzt erwähnt häufig nur, dass das Zahnfleisch entzündet ist. Warum? Weil Viele die Krankheit als nicht heilbar, beziehungsweise als normale Alterserscheinung betrachten. Erst wenn Symptome wie Schmerzen, Zahnfleischbluten oder gar wackelnde Zähne auftauchen, wird gehandelt. Dann ist es aber leider oft zu spät.

Ist die Krankheit zu weit fortgeschritten, kann sie nicht mehr gestoppt werden. Daher ist der ParoPass so nützlich: Je früher behandelt wird, desto einfacher lässt sich die Parodontitis dauerhaft stoppen. Das lohnt sich gleich mehrfach: Kein Zahnausfall, keine versteckte Entzündung im Körper. Außerdem zeigt der ParoPass den Behandlungserfolg.

Wie funktioniert er?

Sondierung der Zahnfleischtaschen
Das Ausmessen der Zahnfleischtaschen dauert nur wenige Minuten | © Ankerzahn e. V.

Wenden Sie sich an eine Zahnärztin oder Dentalhygienikerin. In der Zahnarztpraxis wird dann Ihr Zahnfleisch vermessen (in der Fachsprache heißt das Sondieren – nach den offiziellen PSI Codes der DG Paro). Das dauert nur wenige Minuten und kann etwas piksen, vor allem, wenn das Zahnfleisch entzündet ist.

Das Ergebnis dieser Messung wird dann in den ParoPass eingetragen, oder genauer gesagt angekreuzt. An der entsprechenden Stelle auf der Farbskala wird ein Kreuz gemacht als Dokumentation für die Behandlung. So behalten Sie jederzeit den Überblick über den Zustand Ihres Zahnfleisches, und können eine entsprechende Behandlung mitverfolgen.

ParoPass
Der ParoPass zeigt nach dem offiziellen PSI-Code ob Sie Parodontitis haben. | © Ankerzahn e. V.

Wie bekommen Sie ihn?

In unserem Shop oder bei vielen Zahnarztpraxen aus unserer Praxis-Suche

ParoPass Motive in der Übersicht
Den ParoPass gibt es ab sofort auch in drei verschiedenen Motiven. | © Ankerzahn e. V.

Übrigens: Statt dem ParoPass empfehlen wir auch ParoStatus oder PA-Konzepte. Diese liefern sogar noch detailliertere Dokumentationsmöglichkeiten. Fragen Sie dazu am besten Ihren Zahnarzt.

Logo - ParoStatus
Logo - PA-Konzepte
Darstellung PA-Konzepte
Darstellung von PAKonzept©
Dashboard ParoStatus
Dashboard von ParoStatus©

Kurz erklärt

Parodontitis, was ist das eigentlich? Es handelt sich bei dieser Krankheit um eine Entzündung des Kieferknochens, des Zahnfleisches, der Wurzelhaut und anderem Gewebe. Zusammengefasst: eine Entzündung des Zahnhalteapparats (auch Zahnbett oder Parodont genannt). Das Wesentliche ist die Kieferknochenentzündung. Der Kieferknochen wird durch die Entzündung über Jahre oder Jahrzehnte unmerklich abgebaut, regelrecht zerfressen, und ist dann unwiederbringlich verloren. Im fortgeschrittenem Stadium verlieren die Zähne dann ihren Halt und fallen aus. Wer die Hintergründe verstehen will, liest hier gleich weiter: Eine Schwachstelle der Evolution

Keine Parodontitis
Gesunder Kieferknochen
Bild: Thieme Verlag
Parodontitis
Kiefer von Parodontitis befallen
Bild: Thieme Verlag

Wie verläuft die Krankheit?

Die Parodontitis (Parodontose) verursacht keine Schmerzen oder andere Symptome.
Das ist erstaunlich, da eine Knochenentzündung normalerweise durchaus schmerzhaft ist. Gerade Menschen mit guter Zahnhygiene haben kein Zahnfleischbluten. Nur in der Zahnarztpraxis kann festgestellt werden, ob man betroffen ist. Alles andere ist unseriös. Oft wird eine Parodontitis erst im sehr fortgeschrittenem Stadium bemerkt. Dann kommt es zu Schmerzen und die Zähne wackeln. Leider ist es dann häufig zu spät, um die Krankheit wieder loszuwerden. Deshalb ist Früherkennung so wichtig, und daher auch der ParoPass®! Lesen Sie hier mehr, über diese Innovation: Der ParoPass

Wer ist betroffen?

Parodontitis, auch Parodontose genannt ist eine der verbreitetsten Krankheiten überhaupt. Gut die Hälfte der Erwachsenen ist betroffen. Bei den Senioren beträgt der Anteil bereits drei Viertel. Viele sind sich dessen nicht bewusst, da die Krankheit erst im Spätstadium Symptome verursacht. Eine rechtzeitige Behandlung ist äußerst wichtig, da die Krankheit im Spätstadium nicht mehr gestoppt werden kann.
Typischerweise erkranken die Menschen erst ab einem Alter von 25 bis 30 Jahren. Der ParoPass schafft Gewissheit. Die seltene aggressive Parodontitis tritt oft bereits im Teenager-Alter auf und schreitet viel schneller voran. Sie erscheint familiär gehäuft, was ein Zeichen für eine genetische Veranlagung ist. Lesen Sie hier: Die 3 großen Irrtümer bei der Behandlung von Parodontitis

Was ist der Unterschied zwischen Parodontose und Parodontitis?

Es gibt keinen. Früher glaubte man, dass der Kieferknochen sich einfach so zurückbildet. Eine Art natürliche Alterserscheinung. So entstand das Wort Parodontose. Doch in den siebziger Jahren wurde klar, dass entzündliche Prozesse zum Rückgang des Knochens führen. Daher fügte man die Endung–itis für Entzündung hinzu. Es entstand der Name Parodontitis.

Was ist eine Parodontosebehandlung?

Diese Behandlung wird vom Zahnarzt durchgeführt, und ist eine entscheidende Voraussetzung dafür, Ihre Parodontitis (auch Parodontose genannt) loszuwerden. Die hieraus entstehenden Kosten werden komplett von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen. Im Rahmen der Behandlung werden die Oberflächen der Zahnwurzel professionell gereinigt.

Wichtig zu wissen: Die Therapie allein führt nicht zu einer Heilung.
Damit Sie gesund werden, brauchen Sie zusätzlich eine Schulung oder Workshop zur Mundhygiene. Wir nennen das “Aktivprophylaxe“. Diese bekommen Sie leider nicht selbstverständlich im Rahmen einer Zahnreinigung (auch PZR, Professionelle Zahnreinigung genannt). Wir setzen uns jedoch dafür ein, dass die Schulung zum Zähneputzen (Aktivprophylaxe) Standard wird, weil das der wichtigste Schritt ist, die Krankheit einzudämmen.

Lesen sie dazu: Professionelle Zahnreinigung oder Eine Krankheit, die Sie am Ende selbst heilen