Mundgeruch Ursachen, Mundgeruch macht einsam, Mädchen auf Bank

Mundgeruch UrsachenSo bekommen Sie einen frischen Atem

Die Ursachen für Mundgeruch liegen zu 90% dort wo der Name es vermuten lässt, im Mund. Daher muss er auch genau dort bekämpft werden, und das ist gar nicht schwer. Zusätzlich bleiben dann auch die Zähne und das Zahnfleisch gesund. Daher sollte jeder diese 3 Werkzeuge nutzen:

Zahnputzbecher: Zahnbürste, Zungenreiniger und Interdentalbürste gegen Mundgeruch und schlechten Atem
Werkzeuge für die tägliche Mundhygiene

1. Zahnbürste
2. Interdentalbürste (nur wenn die nicht passen Zahnseide verwenden)
3. Zungenreiniger

Wie entsteht Mundgeruch (medizinisch: Halitosis)?

Der Geruch entsteht durch Bakterien, genauer gesagt Bakterienkolonien. Diese Kolonien werden auch Biofilm, Plaque oder Zahnbelag genannt. Sie sind die Ursache für den Gestank und sie wachsen nicht nur auf den Zähnen, sondern auch in der Zahnfleischfurche, den Zahnfleischtaschen und auf der Zunge.
Deshalb müssen wir diese Bakterienkolonien täglich entfernen oder zumindest deutlich reduzieren. Das geht allerdings nur mechanisch, da der Biofilm sich gegen Angriffe chemischer Natur recht gut schützen kann. Mundspüllösungen bringen daher nur kurzfristig was, oder auch gar nichts.

Produkte mit Chlorhexidin wirken da schon eher wie z. B. CB 12. Es enthält 0,025% Chlorhexidin und 0,3% Zink. Doch sollte niemand Chlorhexidin längerfristig anwenden, da sich die Zähne verfärben können und die Mundflora aus dem Gleichgewicht gebracht werden kann. Vor allem aber wird die Ursache nicht beseitigt und das ist Plaque. Wenn dieser Biofilm (Plaque) längere Zeit nicht mechanisch also mit Bürsten entfernt wurde, hat er sich verfestigt und wir bekommen ihn selbst schwer weg. Dann kann eine professionelle Zahnreinigung sinnvoll sein, um den “Reset Knopf“ zu drücken, sodass wir danach einfacher täglich für Sauberkeit sorgen können.

Und das machen wir mit Zahnbürste, Interdentalbürsten und Zungenreiniger (Zungenschaber) – die drei Musketiere im Kampf gegen Mundgeruch.
Damit Sie damit auch wirksam zurechtkommen, ist eine fachliche Beratung, am besten die „Aktivpropyhlaxe“ (Schulung zur Mundhygiene) sinnvoll, vor allem bei der Interdentalbürste und Zahnseide ist das zwingend erforderlich.

Zunge, Zähne und ein bisschen Zeit

Wenn Sie noch nicht überzeugt sind, dann kaufen Sie sich eine Interdentalbürste oder Zahnseide und riechen Sie nach Gebrauch daran. Wichtig ist allerdings, dass die Interdentalbüsten den Zahnzwischenraum auch vollständig ausfüllen.
Der Zungenreiniger ist sehr einfach anzuwenden, wenn nur nicht der Würgereiz wäre. Es reicht aber schon, wenn Sie den Wildwuchs der auf einer ungepflegten Zunge herrscht, deutlich mindern.

Morgens: 2 bis 3 Minuten Zahnbürste und 10 Sekunden Zungenreiniger
Abends: Nach der letzten Mahlzeit und besonders gründlich

Mindestens 3 Minuten Zahnbürste, ca. 1 Minute Zahnzwischenräume (wenn man es kann, sonst länger) und 10 Sekunde Zungenreiniger.
(Diese Mundyhgiene-Tipps gelten nicht für Menschen, die z. B. ständig Energy Drinks konsumieren oder Zuckerbonbons kauen, oder unter vermindertem Speichelfluss leiden, die sollten sich bei einer Prophylaxe Fachkraft beraten lassen)

Warum ist es so wichtig, abends gründlich zu reinigen?
Weil wir beim Schlafen kaum Speichel produzieren.

Unser Speichel und Mundgesundheit

Wir haben von Natur aus ein automatisches Reinigungssystem im Mund: Unser Speichel. Dieser spült die Bakterien weg oder tötet diese direkt. Tatsächlich enthält unsere Spucke mehrere Stoffe, die Keime reduzieren oder gar vernichten. Anders als bei Mundspüllösungen funktioniert das auch, vorausgesetzt wir haben wenig oder möglichst keinen Zahnbelag (Plaque). Zu guter Letzt, sorgt der Speichel auch noch für einen harten Zahnschmelz, indem er unsere Zähne remineralisiert.
Zusammengefasst: Ohne gesunden Speichelfluss kein gesunder Mund.

Doch während des Schlafes stellt unser Körper die aufwendige Produktion von Speichel weitgehend ein. Das ist zwar praktisch, da wir nicht andauernd schlucken müssen, für die Mundgesundheit allerdings ungünstig. Daher ist die Nacht die Zeit des ungebremsten Wachstums der Bakterien. Im Schlaf feiern die Keime eine wilde Party bei uns im Mund, und das können wir morgens sogar riechen, oder genauer gesagt unsere Mitmenschen.

Das ist also der Grund, für den so typischen schlechten Atem am Morgen. Doch da können wir was machen. Denn wenn abends vor dem zu Bett gehen gründlich durchgereinigt wird, sind die Bakterienkolonien zerstört. Nun müssen die zerschlagenen Bakterien sich wieder zusammentun und wachsen. Da es aber kaum noch was zu beißen gibt, schließlich haben wir auch die Nahrungsreste weggeputzt, ist entsprechend wenig los. Keine wilden Partys mehr und morgens kein toter Hamster mehr im Hals.

Abgesehen vom Mundgeruch ist es auch für die Zahngesundheit, also Karies und Parodontitis (Parodontose) sehr wichtig, dass wir nachts möglichst sauber sind im Mund. Aus diesem Grund ist die abendliche Zahnpflege entscheidend wichtig für unsere Mundgesundheit.

Der Mundgeruch ist immer noch da?

Wer jetzt immer noch unangenehm aus dem Mund riecht, sollte das unbedingt abklären lassen. In der Literatur finden wir Werte von 4% bis zu 8% der Erwachsenen, die unter verminderten Speichelfluss leiden. In einer Zahnarztpraxis, kann jeder mit einem einfachen Test die Produktion seiner Spucke testen. Eine ganze Reihe von Medikamenten stehen im Verdacht den Speichelfluss zu reduzieren.

Unter Verdacht stehende Medikamente:

Anticholinergika:
Asthmamittel, Antazida, Antiparkinsonmittel, Antihistaminika
Blutdruckmittel:
Adrenozeptoragonisten, Reserpin, Sonstige
Psychopharmaka im weiteren Sinne:
Antidepressiva, Neuroleptika, Sedativa, Tranquilizer

Es gibt auch Erkrankungen, die einen verminderten Speichelfluss beinhalten können:

Sjögren-Syndrom, Diabetes, Sklerodermie
Sarkoidose, Lupus, Alzheimer, Dehydration, Mumps
Erkrankungen der akuten und chronischen Parotitis, Speichelsteine
Speicheldrüsen Mukozelen, partielle oder komplette Obstruktion des Ausführungsganges, Tumore
Psychische Erkrankungen, Depressionen, Angstzustände, Stress
Bestrahlungstherapie im Kopf- oder Halsbereich

In der Regel spüren Betroffene, dass sie einen trockenen Mund haben. Es können sich also alle wieder beruhigen, die jetzt schon Panik bekommen haben. Verminderter Speichelfluss bleibt nicht unbemerkt. Und dann ist Mundgeruch sehr wahrscheinlich. Kaugummi kauen hilft als Sofortmaßnahme, da der Speichelfluss dadurch angeregt wird. Auf jeden Fall sollte eine Zahnarztpraxis aufgesucht werden, denn es besteht ein deutlich erhöhtes Risiko für Karies und Parodontitis.
Betroffene brauchen daher eine besonders gründliche Mundhygiene und sollten regelmäßig eine Professionelle Zahnreinigung machen.

Aber auch für Menschen mit normalem Speichelfluß gilt:
Kaugummi kauen (natürlich Zuckerfrei) hat einen positiven Effekt auf die Mundgesundheit hat, ganz einfach weil die Speichelproduktion erhöht wird, das zeigen viele Studien.

Andere Ursachen von Mundgeruch

Zu guter Letzt sollte nicht unerwähnt bleiben, dass auch entzündete Rachenmandeln oder Zungenmandeln Mundgeruch auslösen können. Natürlich auch übermäßiger Knoblauch oder Alkohol-Genuss und sogar eine Kohlenhydrat-freie Ernährung (Atkins Diät) kann unangenehmen Atem verursachen.
Was aber nur wenige wissen: Deutschlands Volkskrankheit Nr. 1 ist auch oft die Ursache für Mundgeruch. Parodontitis, auch Parodontose genannt, hat jeder zweite Erwachsene. Etwa 11,5 Millionen Menschen in Deutschland haben sogar eine schwere Parodontitis und damit häufig auch Mundgeruch. Dabei ist der unangenehme Atem das kleinste Problem bei der Parodontitis. Diese Krankheit zerfrisst unseren Kieferknochen, ohne dass wir es bemerken.

Das Problem: Diese Krankheit spüren wir nicht, und wenn ist es oft zu spät. Hat sich der Kieferknochen zu weit abgebaut, wird es sehr schwer oder unmöglich die Parodontitis in den Griff zu bekommen. Früh erkannt, ist es dagegen recht einfach. Daher haben wir den ParoPass entwickelt. Der zeigt jedem ob er betroffen ist und wenn ja wie schlimm. Darüber hinaus zeigt er auch den Behandlungserfolg.

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