Zahnimplantat Kiefer

ZahnimplantateDie 10 größten Irrtümer über Implantate

zuletzt aktualisiert am 8. Januar 2021 von Ankerzahn Redaktion

Implantate – es ist das Zauberwort in der Zahnheilkunde. Um Implantate ranken sich viele Mythen. Ob Implantate halten, was sie versprechen, erfahren Sie hier. Mein Name ist Dr. Volker Storcks, ich beschäftige mich seit über 20 Jahren mit Zahnimplantaten und berichte Ihnen hier, was Sie schon immer über Implantate wissen wollten.

Irrtum Nr. 1: Implantate halten ewig

Wenn sie erst einmal im Kieferknochen drin sind, sollen sie ewig halten. Das denken viele. Stimmt das? Nein. Implantate können zwar keine Karies bekommen, denn sie sind ja aus Metall. Rosten tun sie trotzdem nicht! Aber der Knochen, der das Implantat hält, kann sich entzünden, und mit diesem Phänomen müssen wir Zahnärzte uns in den nächsten Jahren mehr und mehr beschäftigen, weil sich immer mehr Menschen Zahnimplantate als Ersatz für verloren gegangene Zähne setzen lassen. Wir Zahnärzte erwarten eine Welle von Patienten, bei denen sich das Gewebe um das Implantat entzündet hat.

Das Implantat selbst kann sich nicht entzünden, weil es kein Organ wie ein Zahn ist.

Das Gewebe um das Implantat ist aber deutlich anfälliger für eine Entzündung, weil ein Implantat keine Abwehrmechanismen hat. Der echte Zahn verfügt über einen komplizierten Zahnhalteapparat, der sich gegen so einige Entzündungen wehren kann bzw. nach einer Entzündung wieder abheilt. Solange das Zahnfleisch um ein Implantat nur etwas gerötet und geschwollen ist, kriegt man diese Entzündung auch noch gut in den Griff. Auslöser ist immer ein bakterieller Rasen auf der Implantatoberfläche, den müssen Sie täglich restlos entfernen. Ist diese Entzündung aber erst mal auf ein bis zwei Millimeter Tiefe bis zum Knochen vorgedrungen, wird es schwierig. Hier hat das Implantat, welches meistens eine Schraube ist, Windungen. Sind diese Windungen von einem Biofilm besetzt und hat der Kieferknochen schon mit Selbstauflösung reagiert, wird es schwierig, dieses Implantat zu retten. Damit das nicht passiert brauchen Sie die richtige Zahnarztpraxis, schauen Sie in unsere Präventiv-Praxis-Suche!
Wenn das bei einem Zahn passiert (das nennt man Parodontitis), kann man den Zahn reinigen und das Gewebe lagert sich wieder an den Zahn an – wenn auch etwas weniger. 

Bei einem Zahnimplantat heißt das Periimplantitis und die kriegen wir nur schwer zum Stoppen.
Wenn das nicht gelingt, muss das Implantat entfernt werden und es ist meistens sehr schwierig, an gleicher Stelle ein neues Implantat zu setzen, weil der Knochen fehlt.

Für Sie als Implantatträger bedeutet das: Lebenslange Kontrolle der Zähne und auch des Implantates, sehr intensive Mundhygiene und regelmäßige Prophylaxe sind die Voraussetzung, damit das Implantat lange hält.

Zähne 3D Modell
Bild von LionFive auf Pixabay

Irrtum Nr. 2: Implantate sind die besseren Zähne

Es gibt nichts besseres als unsere eigenen Zähne. Diese sind über den Zahnhalteapparat im Kiefer regelrecht aufgehängt und sorgen dafür, dass wir mit sehr viel Gefühl über die Rückmeldung von Rezeptoren Nahrung zerkleinern können. Zähne sind physiologisch also immer etwas beweglich. Implantate hingegen sind starr mit dem Kieferknochen verankert, wir sagen osseointegriert oder ankylosiert. Da spüren Sie nicht mehr viel. Auch hat das Implantat keinen Nerv und kann kein heiß oder kalt spüren. Es sollte also niemals leichtfertig ein Zahn für ein Implantat gezogen werden. Vielleicht kann der kranke Zahn ja doch noch mit einer guten Parodontosebehandlung, einer Wurzelbehandlung oder einer Krone gerettet werden? Fragen Sie Ihren Zahnarzt genau, bevor Sie sich einen Zahn ziehen lassen und sich für ein Implantat entscheiden.

Wenn der Zahn wirklich hoffnungslos verloren ist, kann ein Implantat ein wahrer Segen sein.

Gerade, wenn ein Backenzahn in einer sonst gesunden Zahnreihe verloren geht, ist das Implantat meist die beste Wahl. Die Alternative -eine Brücke- bedeutet, dass die zwei gesunden Nachbarzähne als Pfeilerzähne abgeschliffen werden müssten. Wer will sich schon zwei gesunde Zähne abschleifen lassen?

Im Frontzahnbereich sieht die Sache schon anders aus: Hier ein Implantat ästhetisch korrekt zu platzieren und eine ansprechende Krone auf das Implantat zu setzen, ist nicht ganz einfach. Nicht selten scheint das dunkle Implantat durch das Zahnfleisch durch. Oft wirken die Implantatkronen sehr lang, länger als die Nachbarzähne. Das sieht komisch aus. Eine bessere Alternative ist heute oft eine Adhäsivbrücke. Diese ist sogar in vielen Fällen eine Kassenleistung. Dafür wird nur ein Zahn minimal beschliffen und die Ergebnisse sind meist sehr gut.

Zahnimplantat Bestandteile Aufbau
Implantat-Bestandteile
Bildquelle: iStock

Irrtum Nr. 3: Implantate sind gesund!

…denn sie bestehen ja in der Regel aus Rein-Titan, welches doch ein Super Material ist.

Ja, das stimmt. Dennoch bleibt es ein Fremdkörper, wenn er auch nicht vom körpereigenen Immunsystem als fremd erkannt wird. Es wird als biokompatibel bezeichnet. Dafür ist die Titanoberfläche verantwortlich, die aus einem sehr stabilen Titanoxid besteht. Für Zahnimplantate ist nur Titan mit einem sehr hohen Reinheitsgrad (Grad 4) zugelassen. Dennoch geben auch diese Implantate Moleküle an ihre Umgebung ab, die Titanabriebpartikel. Diese können in die Blutbahn abgeschwemmt werden und auch lokale Gewebereaktionen hervorrufen. Ob es eine Titanallergie gibt, ist immer noch nicht abschließend geklärt. Das biokompatibelste Material ist und bleibt der eigene Zahn!

Irrtum Nr. 4: Implantate kann jeder kriegen – wenn er/sie es sich leisten kann!

Implantate sind leider nicht für jeden Patienten geeignet. Unbedingte Voraussetzung ist ein ausreichendes Implantatbett, also genug Kieferknochen. Das Implantat muss allseits von ausreichend Knochen umgeben sein. Wenn Sie zu wenig Knochen haben, und das ist nicht selten, wird es schwierig. Man kann Knochen künstlich aufbauen, aber das ist nur sehr begrenzt möglich. Dazu operativ aufwendig, langwierig und teuer. Wenn schon viel Knochen und damit viele Zähne durch Parodontitis verloren gegangen sind, müssen die Implantate ja sozusagen „eine Etage höher“ gesetzt werden. Weil die Bisshöhe bleibt, also der natürliche Abstand der Kauflächen von Ober- zu Unterkiefer zueinander, müssen die Zähne oft sehr lang gemacht werden. 

Weitere Voraussetzung für eine erfolgreiche Implantattherapie ist die Lebensführung: Möglichst nicht rauchen, eine gesunde Ernährung und eine gute Mundhygiene sind essentiell. Einige Erkrankungen schließen Implantationen jedoch aus sowie die Einnahme bestimmter Medikamente.

Irrtum Nr. 5: Ich bin doch viel zu alt für Implantate!

Das Alter spielt nur eine untergeordnete Rolle, viel wichtiger sind der allgemeine Gesundheitszustand und die Lebensführung. Es spricht nichts dagegen, auch hochbetagten Menschen Zahnimplantate einzupflanzen.

Sehr alte Menschen haben oft Totalprothesen, die auf dem Kieferkamm tanzen wie Schiffe in rauher See. Die Nahrungsaufnahme ist damit oft eine Qual. Für diese Patienten reichen schon zwei Implantate im Unterkiefer, um zumindest die untere Prothese fest zu verankern. Das bedeutet eine völlig neue Lebensqualität.

Deckprothese, Implantat
Eine Deckprothese dient dem Ersatz der Zähne eines Kiefers. Sie ist kombiniert aus einem herausnehmbaren und einem oder mehreren fest im Mund sitzenden Elementen. | Bild von Mudassar Iqbal auf Pixabay

Irrtum Nr. 6: Die Krankenkassen zahlen bei Implantatversorgungen nichts dazu!

Doch, das tun sie. Gerade bei kleinen Zahnlücken beteiligt sich die Krankenkasse an den Kosten für den Zahnersatz (Krone), aber nicht an den Kosten für das Implantat (Körper + Aufbau). Sie kriegen sogar den Festzuschuss wie für eine Brücke, wenn die Lücke durch eine Implantatkrone geschlossen wird. Und dieser Zuschuss ist recht hoch. Dazu sind viele Bürger mittlerweile zusatzversichert, so dass Implantate auch für Otto-Normalverbraucher erschwinglich geworden sind.

Irrtum Nr. 7:  Die Implantation ist ein Horror und das ganze Gesicht schwillt an!

Wer hört diese Gruselgeschichten nicht vom Nachbarn oder auf dem Kaffeeklatsch: Einer kennt einen, der wieder jemanden kennt, der ein Implantat bekommen hat: Alles habe sich entzündet, das Implantat sei rausgeeitert und am Ende hatte derjenige sogar eine Blutvergiftung! Ob das wirklich stimmt?

Implantationen sind heutzutage bei guter Planung und bei einem erfahrenen Chirurgen zu über 95% erfolgreich. Sicherlich kann es nach einer Implantation zu einer Schwellung kommen. Aber Sie hören vom Nachbarn und Kollegen meistens nur die Horrorstories und nicht die, bei denen alles gut verlief.  Und dies ist zu über 95% der Fall.

Irrtum Nr. 8: Keramikimplantate sind hip und das non-plus-ultra!

Keramik – viele nennen es auch das weiße Gold, das klingt sehr verheißungsvoll. 

Hält der Werkstoff, was er verspricht?

Es gibt mittlerweile auch Implantate aus Zirkonoxidkeramik. Diese scheinen gerade für sehr empfindliche Patienten eine gute Alternative zum Titanimplantat zu sein. Allerdings hat sich dieser Typ auf dem Markt noch nicht durchgesetzt. Die Erfahrungen mit Keramikimplantaten und klinische Studien sind noch zu gering, um sie uneingeschränkt für jeden Fall empfehlen zu können. Keramikimplantate sind zudem kostenintensiver.

Bei Zahnimplantaten aus Titan haben wir mittlerweile über 40 Jahre Erfahrungen, dieser Typ hat sich bewährt. Die Bewährungsprobe über viele Jahre steht für Keramikimplantate noch aus.

Das Titanimplantat ist also noch kein alter Hut!

Irrtum Nr. 9: Kaputten Zahn raus, Implantat mit Krone rein an einem Tag, geht das?

Ganz mutige Zahnärzte machen das, alles an einem Tag. Der Regelfall ist das aber nicht.

Damit die Implantatbehandlung funktioniert, braucht es eine vertrauensvolle, meist langjährige Zahnarzt-Patient-Beziehung. Die Vorbehandlung muss erfolgt sein, sämtliche Reizfaktoren aus dem Gebiss beseitigt und die Mundhygiene muss gut sein. Im Oberkiefer sollten die Zahnimplantate sechs Monate und im Unterkiefer drei Monate eingewachsen sein, bevor die Implantate mit Zahnersatz belastet werden sollten. Von dieser Regel gibt es immer Ausnahmen, die patientenindividuell sind. 

Wenn ein Zahn gezogen werden muss, wartet man in der Regel mehrere Wochen ab, bevor man implantiert. Einige Chirurgen favorisieren die Sofortimplantation, das bedeutet, dass das Implantat zeitgleich mit der Zahnentfernung gesetzt wird. Dadurch soll verhindert werden, dass der Kieferknochen an der Stelle verschwindet. 

Wenn man nach der Zahnentfernung zu lange mit der Implantation wartet, kann es sein, dass an dieser Stelle der Kieferkamm so spitz und schmal wird, dass Implantieren unmöglich wird.

Irrtum Nr. 10: Das Zahnimplantat lässt die Detektoren am Flughafen check-in piepen

Nein – das passiert zum Glück nicht!

Und nicht vergessen: Zahnimplantate müssen sehr gut gepflegt sein und können dann auch lebenslang halten. Sind Sie unsicher ob Ihre Praxis eine wirksame Mundhygiene-Schulung anbietet? Machen Sie doch einmal unseren Test!  

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33 Antworten auf „Zahnimplantate“

  1. Meine Erfahrung mit einem Implantat im Frontbereich waren leider nicht erfolgreich. Das Implantat wurde wieder rausgeholt. Jetzt lese ich, dass das Einheilen des Implantats im Oberkiefer 6 Monate braucht. Bei mir waren es nur 3 Monate bis die Krone drauf geschraubt wurde. Könnte das ggf. der Grund sein, dass das Implantat nicht hielt?
    der Zahnarzt will es nochmal probieren in 2 Monate. Ich bin aber nicht mehr davon überzeugt und würde es gerne sein lassen. Außerdem ist meine Vertrauen in die Arbeit extrem gesunken.

    1. Sehr geehrte Frau Pieck,
      die Faustregel besagt tatsächlich, dass Implantate im Oberkiefer sechs Monate einheilen sollten. Daneben sind aber noch weitere individuelle Faktoren von Bedeutung, die ich nicht beurteilen kann und eine frühere Belastung des Implantates rechtfertigen. Fragen Sie am besten den Chirurgen, warum er das Implantat so früh mit der Krone belastet hat. Gibt es vielleicht dafür eine Freigabe durch den Implantathersteller, weil das Implantat ein spezielles Kompressionsgewinde hat? Ich hoffe, dass die Implantation beim nächsten Mal klappt.
      Volker Storcks

  2. Guten Tag, ist es normal, dass man oft nach dem Essen oder Trinken ein Fremdheitsgefühl am Zahnfleisch der Implantate hat? Ich habe beide Frontzähne oben mit Zirknoxidimplantaten über 6 Monate geschlosseneinheilen lassen, und diese wurden jetzt mit provisorischen Kronen für knapp 4 Monate bestückt. Grund soll sein, dass sich das Zahnfleisch richtig anpasst. Kostet mich natürlich unheimlich mehr. Aber ich habe ständig Sorge, dass die Region um die Implantate gereizt ist. Der Zahnarzt und Chirurg sind total zufrieden mit ihrer Arbeit. Muss ich mich damit abfinden, immer ein Gefühl zu haben, als ob was Künstliches aus meinen Knochen in den Mund ragt? Ich habe auch immer Angst, dass ich bei richtigem Zubeißen die neuen Zähne aus dem Kiefer breche 🙁 oder bilde ich mir zu viel ein? Danke für die Antwort.

    1. Sehr geehrte Frau Gebauer,
      viele berichten anfangs, dass sich die Implantate etwas anders anfühlen als die eigenen Zähne. Dieses Gefühl verliert sich aber oft mit der Zeit. Wenn das Zahnfleisch nicht gerötet oder geschwollen ist und auch sonst nichts schmerzt, ist es wohl in Ordnung. Gehen Sie am besten noch mal zur Kontrolle zu Ihrem Zahnarzt.

  3. Danke für diesen Beitrag über die größten Irrtümer von Zahnimplantaten! Ich brauche neue Implantate uns überlege, mir Keramikimplantate einfügen zu lassen. Guter Hinweis, dass Implantationen heutzutage bei guter Planung und bei einem erfahrenen Chirurgen zu über 95 % erfolgreich sind.

  4. Vielen Dank für diesen Beitrag über Zahnimplantate. Gut zu wissen, dass Keramikimplantate gerade für sehr empfindliche Patienten eine Alternative sind. Ich benötige bald Zahnersatz und informiere mich daher schon mal.

  5. Ich habe mir ein Implantat setzen lassen im Unterkiefer, dass nun wie ein Sektkorken herausgewachsen ist. Auf dem Röntgenbild sieht man das der Knochen sich auflöst. Das ganze wurde in Ungarn gemacht. Ich werde mich mal bei einem ihrer Zahnärzte behandeln lassen.

  6. Ich habe im Dezember2020 4 Implantate in den Frontbereich des Unterkiefers gesetzt bekommen. Der Rest ist Prothese. Das Problem ist, das , dass sich die Prothesemitsammt der Implantate löst
    Dauernd fahren mir die Zähne im Mund herum .Furchtbar

  7. Ich habe vor einem Jahr meinen Zahnarzt gewechselt. Nun ist mir gerade ein Stück von der Keramikschicht meines 7 Jahre alten Implantats abgesplittert. Welcher Zahnarzt (der aktuelle oder der, der das Implantat gesetzt hat) ist jetzt der richtige Ansprechpartner? Und was ist die mögliche Ursache bzw. wie wird der Fall in der Regel behandelt? Ist es vlt. ein Garantiefall? Vielen Dank im Voraus

      1. Bei Subrakonstruktionen (Versorgungen ausserhalb der Regelfalls) gibt es aber noch die Gewehrleistung von 3 Jahren. In dieser Zeit kann die KK ein Gutachten in Auftrag geben. Stimmt was nicht, muss der Zahnarzt nachbessern und die KK gibt nichts zu. Ich hatte das Gerade.

  8. Vielen Dank für diesen Beitrag zum Thema Implantologie. Mein Vater wird nächste Woche eine Implantate bekommen und ich will mehr über Zahnersatz wissen. Ich habe immer nur über Keramikimplantate gehört und wusste nicht, dass es so viele andere Stoffe wie z.B. Titan für Zahnersatz genutzt sein können.

  9. Nachdem mein Ehemann bei einem Arbeitsunfall einige Zähne verloren hatte, sahen wir uns sofort nach einer Lösung um. Der Arzt empfahl eine Implantat OP und glücklicherweise kann er heute wieder selbstsicher lächeln. Ich wusste nicht, dass Implantate als biokompatibel bezeichnet werden, da die Titanoberfläche aus Titanoxid besteht!

  10. Vielen Dank für den Beitrag zu den größten Irrtümern über Implantate. Mein Bruder bekommt ein Implantat eingesetzt, da er durch einen Unfall drei Zähne verloren hat. Gut zu wissen, dass Zähne, die sich nicht erhalten lassen, durch ein Implantat ersetzt werden können

  11. Ich bin 82 Jahre alt und soll für eine Vollprothese imOberkiefer 4 Implantate bekommen. Ersatzweise eine Prothese mit Gaumenplatte. Ich bin aber total verunsichert, weil ich im Bekanntenkreis nur negative Meinungen höre. Was raten Sie? Danke für eine Antwort

  12. Vielen Dank für diesen Beitrag über Zahmimplantate. Gut zu wissen, dass Implantate selbst sich nicht entzünden können, weil es kein Organ wie ein Zahn ist. Ich benötige demächst Zahnersatz und überlege, was die beste Option ist.

  13. Meine Implantate mussten leider nach 6 Jahren wieder raus. Haben gewackelt und hatte eigentlich immer Schmerzen. Nun habe ich aber auch wieder Schmerzen und Entzündungen Frage mich nun ob ich eine Salbe verwenden kann oder eine Mundspülung??

    1. Sie brauchen eine echte Mundhygieneinstruktion mit mehreren Sitzungen. Im Zweifel besser eine Zweitmeinung einholen bei einer Präventiv Zahnarztpraxis.

      1. Vielen Dank für diesen Artikel über Implantate. Es wurde mir vor genau zwei Monaten ein Implantat im Unterkiefer gesetzt, weil unten rechts alle Zähne entfernt werden mussten. Heute stelle ich eine Zahnfleischtasche an diesem neuen Implantat fest. Das Zahnfleisch klafft in der Front weg. Mein Zahnarzt ist bis Montag nicht zu erreichen, jetzt ist Donnerstag. Wie sind die Aussichten das Problem in den Griff zu bekommen, ohne dass das Implantat wieder entfernt werden muss? vielen Dank für Ihre Meinung hierzu.

        1. Sie können Ihrem Wohnort nächstgelegene Uni-Klinik mit zahnärztlicher Behandlung aufsuchen.
          Rufen Sie einfach an und erkundigen Sie sich ob man Ihnen helfen kann.
          Die Zahnärzte an den Uni-Kliniken haben gewöhnlich grössere wissenschaftliche Vorbereitung als die niedergelassene Zahnärzte. Es kommt aber auch an die Uni-Klinik an.
          Der finanzielle Druck teure Versorgung dem Patienten verkaufen / verpassen zu müssen fehlt.
          Sie können zuvor die Bewertungen der Zahnärzte an der Uni-Klinik die Sie aufsuchen möchten, lesen.
          Alternativ können Sie einen Termin bei den Zahnärzten vereinbaren die Ihren Zahnarzt vertreten und / oder sich dort erst einmal beraten lassen.
          Spülen Sie bitte nach jeder Mahlzeit die Mundhöhle mit Salzlösung oder Mundspülung. Zähneputzen mit etwas Vorsicht in dem betroffenen Bereich ist natürlich notwendig.
          Ich wünsch Ihnen viel Erfolg bei der Behandlung !

  14. Ich habe seit Mai 2021eine
    Vollprothese im Oberkiefer und soll nun 4 Implantate erhalten.12/14 und 22/24.
    Mein Zahnarzt meint ich müsste die Gaumenplatte
    beibehalten,alternativ einen
    Transversalbügel erhalten.
    Ich werde dieses Jahr 80.
    Wie ist Ihre Meinung?

  15. Habe vor einem Jahr eine Vollprothese mit 4 Implantate erhalten , bin aber nicht zufrieden da bei einem biss das Gebiss vorne nachgibt der Zahnarzt meint das sei normal, meine Meinung ist ein Implantat sollte fest sitzen. Was Soll ich machen wenn man schon soviel Geld ausgibt und der Zahnarzt nichts für den besseren Sitz macht, den Zahnarzt wechseln. Was ist Ihre Meinung ?

  16. Bei mir wurde im Oberkiefer 4 Implantate gesetzt, damit ich eine gaumenfreie Prothese tragen kann. Wunderbare Lösung – doch mit einem gravierenden Nachteil. Ich kaue und kippel permanent darauf herum. Ich habe immer das Gefühl, einen Fremdkörper im Mund zu haben, die Prothese reizt unentwegt meinen vorderen Kiefernkamm. Es macht mich schier wahnsinnig. Nun kommen zusätzlich noch einseitige Hinterkopfschmerzen dazu. Ich kann jedoch nicht aufhören, mit der Prothese herumzuspielen. Was kann ich bloß tun, es belastet mich massiv. Mein Zahnarzt hat schon versucht, sie strammer einzugliedern. Fazit, früh morgens muss ich nach und nach die Prothese auf die Implantate drücken… sonst ist das Gefühl der Spannung zu hoch. Sitzt sie auf, vergeht zwar die Spannung irgendwann, aber das Gefühl, einen Fremdkörper im Mund zu haben, vergeht nicht. Ich habe nun eine Parafunktion entwickelt, die ich nicht mehr kontrollieren kann. Ich ertrage das Gefühl nicht, die Prothese den ganzen Tag tragen zu müssen, das ist wie ein schlecht sitzendes Korsett. So nehme ich sie immer wieder raus und setze sie dann wieder ein. Ein Zustand, den ich mir so nicht wünsche. Nachts trage ich sie nicht, denn wenn ich sie trage, dann beiße ich so fest die Zähne zusammen, dass mir morgens meine unteren noch erhaltenen Zähne weh tun. Ich liebe meine Zähne, sie passen so gut zu mir. Und ich bin traurig, das sich viel zu oft mit eingefallenem Oberkiefer herumlaufe (also ohne Prothese), weil die Prothese meinen Kieferkamm zu sehr reizt. Haben Sie eine Idee. Die Implantate wurde im Februar 2020 gesetzt und 6 Monate später dann die Prothese daran angepasst.

    1. Ich gehe davon aus, dass der Zahnersatz einwandfrei hergestellt wurde.
      Kippeln sollte der Zahnersatz auf vier Implantaten nicht.
      Der Zahnarzt sollte versuchen, ein Kippeln abzustellen. Sie dürfen sich jedoch nicht der Illusion hingeben, dass künstlicher Zahnersatz auf vier Implantaten gleich schön ist -in allen Belangen- wie die eigenen Zähne. Es ist und bleibt ein Behelfsmittel zum Kauen.
      Es gibt Menschen, die große Probleme haben, Prothesen zu akzeptieren. Es kann sein, dass Sie dazu gehören.
      Falls Ihr Zahnarzt das Problem nicht beseitigen kann, ist es durchaus angemessen, einen weiteren Spezialisten aufzusuchen.

  17. Meine Oma hat Zahnimplantate. Nun fliegen wir demnächst gemeinsam in den Urlaub und sie hat Angst, dass sie bei der Kontrolle darum angehalten wird. Glücklicherweise passiert das nicht, das werde ich ihr sicherlich erzählen.

  18. Vielen Dank für den Beitrag zu Zahnimplantaten. Meine Oma möchte sich Zahnimplantat einsetzen lassen aber hat Angst vor Schwellungen im Gesicht, weil sie das von Freundinnen gehört hat. Ich werde sie darüber informieren, dass bei über 95 Prozent der Patienten nicht passiert.

  19. Vielen Dank für die Aufklärung zu Irrtümern über Zahnimplantate. Gut zu wissen, dass sich die Krankenkasse zumindest an bestimmten Kosten wie für den Zahnersatz beteiligt. Meine Mutter soll welche Erhalten und wir werden uns bei der Krankenkasse erkundigen.

  20. Nach jahrelanger Zahnarztangst habe ich vor drei Jahren gleich 7 Implantate bekommen – es ging nicht mehr anders.
    OP war im Dämmerschlaf – nichts gemerkt.
    Ja, hatte blaue Flecken im Gesicht nach der OP – sind aber schnell wieder weggegangen.
    Und 3 Tage Schmerztabletten – dann gut.
    Nach 5 Monaten die Zähne aufgesetzt bekommen, etwa zwei Wochen Engegefühl, die Zunge hatte halt nicht soviel Platz wie vorher – Fremdkörperfühl im Mund – jetzt waren ja wieder Zähne da….
    Jetzt fühle ich keinen Unterschied zu echten Zähnen mehr.
    Ja, Pflege ist etwas aufwändiger, 2 Minuten Zahnbürste, anschließend Interdentalbürsten und Zahnseide sowie Mundspülung. Dauert Morgens und Abends je 5 Minuten, akzeptabel, denke ich.
    Hat insgesamt ein Jahr gedauert und den Gegenwert eines Kleinwagens gekostet.
    Würde ich aber jederzeit wieder machen – das ist wie mit einer Brille – Zähne hat man ständig im Mund und kann sich immer dran freuen. Einfach großartig, wenn man wieder beissen kann wie ein 18-jähriger !
    Noch ein Tipp: Die Kosten kann man ggfs. als „außergewöhnliche Belastung“ von der Steuer absetzen !

  21. Ich muss demnächst zum Zahnarzt, um ein Implantat zu bekommen und habe mich gefragt, ob es im Internet hilfreiche Information diesbezüglich gibt. Jetzt weiß ich, dass sie nicht unbedingt für immer halten müssen, da der Knochen sich entzünden kann und daher entfernt werden muss!

  22. Gut zu wissen, dass es nur sehr selten der Fall ist, dass der Prozess um die Implantatbehandlung an einem einzigen Tag passiert. Ich benötige seit ein paar Tagen ebenfalls ein neues Implantat. Ich werde dafür einen erfahrenen Zahnarzt aufsuchen, um mich für ein passendes Zahnimplantat beraten zu lassen.

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