schwarz, weiß fotografie eines mannes auf einer bank mit blick aufs wasser

Parodontose und schlechter Atem Mundgeruch macht einsam

…. und Mundgeruch entsteht zu 90% im Mund. Daher muss er auch genau dort bekämpft werden, und das ist gar nicht schwer. Dazu braucht man diese 3 Werkzeuge:

 

Zahnbürste, Interdentalbürste, Zungenreiniger

1. Zahnbürste
2. Interdentalbürste
3. Zungenreiniger


Der Geruch entsteht durch Bakterien, genauer gesagt Bakterienkolonien. Diese Kolonien werden auch Biofilm, Plaque oder Zahnbelag genannt. Sie sind die Ursache für den Gestank.
Auf der Zunge, auf und zwischen den Zähnen wachsen sie – und nur hier.
Deshalb ist es wichtig, Zunge und Zähne TÄGLICH einmal richtig zu reinigen. Diese Bakterienkolonien lassen sich aber wegen ihrer schmierig-klebrigen Beschaffenheit nur mechanisch beseitigen. Und das Werkzeug dafür muss so geschaffen sein, dass der Schmierfilm aufgesprengt und komplett entfernt wird.

Daher geht es nur mit Zahnbürste, Interdentalbürsten und Zungenreiniger (Zungenschaber)- die drei Musketiere im Kampf gegen Mundgeruch.
Diese intensive Reinigung muss aber einmal am Tag stattfinden, denn der Schmierfilm ist bereits nach 24 Stunden wieder ausgebildet und geruchsintensiv.



Zunge, Zähne und ein bisschen Zeit

Am besten benutzt man die drei effektiven Geruchsentferner nach der letzten Mahlzeit am Tag: Zuerst mit den Interdentalbürsten (Wer das erste Mal eine Interdentalbürste benutzt und nach dem Gebrauch daran riecht, dem wird der eklig-gammelige Geruch die Tränen in die Augen schießen lassen.

Man muss sich mal vorstellen, dass dieser Dreck, eine Mischung aus Speiseresten und Bakterien, sich direkt in unserem Mund befindet. Verborgen in den Zahnzwischenräumen.) in jeden Zahnzwischenraum, dann Zähneputzen und zum Schluss die Zunge reinigen.

Während wir schlafen, ohne Nahrung, kann sich der Biofilm unmöglich vollständig zurückbilden. Wenn Sie die Bakterienkolonien abends gründlich entfernen, reicht es morgens auch, nur flott die Zähne mit der Zahnbürste zu putzen. Sie riechen nicht mehr aus dem Mund und behalten auch ein Leben lang gesunde Zähne, denn ohne Plaque (Zahnbelag) auch keine Karies oder Parodontitis. Es lohnt sich also doppelt.

Doch warum haben wir morgens beim Aufwachen oft einen schlechten Geschmack im Mund? Das Gefühl, als hätten wir einen toten Hamster im Hals? Über Nacht ruht die Speichelproduktion und die Bakterien werden nicht mehr weggespült. Wer aber seine Kolonien am Abend vorher weggeputzt hat, wird auch hier eine deutliche Besserung verspüren.


Mundspülungen wirken nur kurz

Mundspüllösungen beseitigen nicht die Ursache, also die Bakterienansammlungen. Sie können nur kurzfristig den schlechten Atem überlagern. Das gilt für alle anderen Hausmittel auch. 
Das einzige was zusätzlich hilft, ist den Speichelfluss anzuregen durch z.B. Kaugummi kauen oder Rohkost knabbern. Speichelfluss reduziert das Wachstum des Biofilms an der Mundschleimhaut.

Manchmal hat Mundgeruch allerdings tiefergehende Ursachen. So kann er beispielsweise aus dem Magen stammen oder es könnte sich um eine Prodontitis handeln. Lassen Sie deshalb die Ursache Ihres Mundgeruchs immer erst beim Arzt abklären.

Mehr zum Thema Parodontitis finden Sie hier.

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