Ein offener Briefumschlag.

Offener Brief an alle Zahnärzte Bessere Prophylaxe mit dem ParoPass

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,


mein Name ist Volker Storcks. Ich bin seit 2001 niedergelassener Zahnarzt in Kiel. In diesen 17 Jahren habe ich immer wieder beobachtet, dass die Patienten fast alle täglich mindestens einmal Zähne putzen, die Zahnzwischenräume aber meist auslassen:


Aus Unwissenheit über Parodontitis und aus Bequemlichkeit, denn Zahnzwischenraumpflege macht keinen Spaß. Wer die Zahnzwischenräume nicht mechanisch reinigt, wird zwangsläufig krank. Entweder bekommt er mit hoher Wahrscheinlichkeit Karies oder Parodontitis, oder gleich beides. Dies ist wissenschaftlich bewiesen und kommt zum Ausdruck in den aktuellen:

EFP Guidelines

Daher habe ich von Beginn an meine Patienten/innen in dem Umgang mit Zahnzwischenraumbürsten geschult und ich gebe in diesem Punkt auch nicht nach. Bei der Prothetik kann man diskutieren, ob Brücke, Modellguss oder Implantat. Bei der Zahnreinigung gibt es bei mir kein Pardon: Es wird solange geübt, bis der/die Patient/in auch die Interdentalräume reinigen kann.
Die Einübung von Mundhygienetechniken ist zeitaufwendig und keine Kassenleistung. Ich versuche jede/n Patienten/in zur Individualprophylaxe zu bewegen. Da es dann ums Geld geht, in der Regel zwischen ca. 50-150 € pro Sitzung, wird das Gespräch oft schwierig.
Daher haben wir im Rahmen unserer Kampagne „Stoppt Parodontitis“ den ParoPass® entwickelt, in dem für den/die Patienten/in der PSI Code im Ampelmodus (rot Code 3 und 4, grün Code 0, gelb Code 1 und 2) mit Erklärung und Handlungsempfehlungen festgehalten wird.


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Kommt der/die Patient/in zur 01, hat mir die Helferin schon den ParoPass® hingelegt und wir ermitteln den PSI-Code. Ich erkläre dem/r Patienten/in, was es damit auf sich hat. Das dauert ca. 45 Sekunden. Die Patienten reagieren alle sehr interessiert und können unsere Befunde endlich nachvollziehen. Der für den Patienten frustrierende Satz von uns Zahnärzten „da müssen Sie aber besser putzen!“ gehört mit dem ParoPass® endlich der Vergangenheit an. Auf solche Sätze reagieren die Patienten meist verletzt, fühlen sich ertappt, in die Enge getrieben und ausgeschimpft (und kommen aus diesem Grund vielleicht nicht wieder).  Obwohl wir das gar nicht so gemeint haben! Ich höre immer wieder, wie wertgeschätzt sich die Patienten jetzt fühlen und sie verlassen mit ihrem ParoPass® nachdenklich das Behandlungszimmer, um einen Prophylaxetermin zu vereinbaren. Oder stolz, mit Code 0 im grünen Bereich (und somit „noch mal davongekommen“) zu sein! Denn jede/r Patient/in im grünen Bereich (also Code 0) braucht keine PZR und spart somit bares Geld. Der ParoPass® richtet sich inhaltlich genau nach dem Schema der DG PARO, somit sind Sie fachlich auf der sichersten Seite!


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Kein/e Patient/in möchte gerne im roten Bereich (also Code 3 und Code 4) liegen. Die Patienten, die im gelben Bereich liegen, haben nun den Ansporn, in den grünen Bereich zu gelangen.

Das sagen einem die Patienten auch, sie wollen in den grünen Bereich! Ich finde dieses Verhalten erstaunlich und hätte es mir nicht anders gewünscht. Andererseits ist es auch logisch: Will nicht jeder von uns gesund sein? Gesundheit ist doch das höchste Gut! Kein/e Patient/in will ein Implantat, er/sie will gesundes Zahnfleisch und gesunde Zähne! Helfen wir ihm/ihr, dieses Ziel zu erreichen! Parodontitis ist eine Erkrankung, die Wundfläche so groß wie der Handteller. Man stelle sich vor, man habe einen offenen Handteller! Die Patienten sollen verstehen, dass sie die Interdentalraumpflege betreiben sollen, nicht, weil der/die Zahnarzt/-ärztin es ihnen gesagt hat, sondern, damit sie nicht krank oder damit sie wieder gesund werden! Sie werden sehen, wie glücklich und dankbar Ihre Patienten sind, wenn Sie bei der Kontrolluntersuchung nach der PA (oder der UPT oder der PZR) plötzlich Ihrem/r Patienten/in als neuen Eintrag den Code 0 anstatt Code 3 vermerken können! Den Code 0 gilt es fortan zu halten.

Der ParoPass® ist so groß wie ein KFZ-Schein und passt in jede Brieftasche. Auch das Papier ist ähnlich wie der KFZ-Schein, genauso gefalzt, fest und griffig. Auf den sechs Seiten ist der PSI vollständig erklärt und es bleibt Platz für vier Stempel und Eintragungen der PSI Codes. In das Zahnschema kann der/die Zahnarzt/-ärztin Details vermerken.

Wenn Sie auch nur eine/n Ihrer Patienten/innen mehr zur Prophylaxe gewinnen, haben Sie den Einsatz schon wieder raus!


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